Strauß. Rabe. Wildesel. In diesen Tieren zeigt sich das Unerwartete:
die leisen, unscheinbaren und manchmal auch rätselhaften Seiten der Schöpfung.
inspiriert von Hiob 39,14–15
Das Gemälde zeigt eine Straußenhenne, die ihre Eier achtlos im Sand zurücklässt.
Trotz der scheinbaren Gleichgültigkeit der Mutter gelingt Leben. Die Szene wird zum Sinnbild für Gottes verborgene Fürsorge: Er schützt, was wir übersehen, und bewahrt, was dem Menschen schutzlos erscheint.
Im Spannungsfeld zur Klage Hiobs (Kapitel 21) eröffnet das Werk Raum für Reflexion: über das, was unbeachtet bleibt, und über das Vertrauen in eine Ordnung, die tiefer reicht als unser Verstehen.
Öl auf Leinwand I 50 × 60 cm I Jahr: 2024-2025
Fragen zum Tiefergehen:
wenn Gott hört, was niemand achtet
Ein Ölgemälde zeigt einen Raben in intensiver Farbkomposition. Es greift die Bibelstelle Hiob 38,41 auf:
Gottes Frage an Hiob, die auf seine Fürsorge für übersehene Geschöpfe verweist.
Das Bild wird im Kontext mit zwei weiteren Hiob-Stellen vertieft: Hiob 3 und 10, in denen Hiob selbst klagt, ruft und sich unbeachtet fühlt – wie die Jungen der Raben.
Die Verbindung zwischen Rabenruf und menschlicher Klage bildet das Zentrum der spirituellen Aussage: Gott hört auch das, was niemand sieht, beachtet oder achtet.
Das Gemälde spricht von Vertrauen, das bleibt, auch im Verlassensein. Es lädt zur stillen Reflexion über Hilflosigkeit, Gesehenwerden und göttliche Fürsorge ein.
Öl auf Leinwand I 40 × 60 cm I Jahr: 2024-2025
Fragen zum Tiefergehen:
wo kein Treiber ihn findet
Das Werk zeigt einen Wildesel in der Weite einer kargen, aber farbstarken Landschaft – sinnbildlich für ein Leben in Würde und Unabhängigkeit.
Inspiriert durch die biblischen Verse aus Hiob 39,5-8 und 12,7-10 entfaltet sich das Bild als poetische Reflexion über Freiheit, Ursprünglichkeit und die stille Weisheit der Schöpfung.
Der Wildesel lebt lieber in der entbehrungsreichen Salzwüste, als sich dem Treiben der Stadt und dem Joch eines Treibers zu unterwerfen.
Das Gemälde fragt: Was bedeutet es, frei zu sein – innerlich, äußerlich, spirituell? Und: Was können wir von den Tieren lernen, die sich nicht beugen lassen?
Öl auf Leinwand I 50 × 60 cm I Jahr: 2024-2025
Fragen zum Tiefergehen:
Mich interessieren nicht die lauten Antworten, sondern die leisen Fragen.
In meinen Bildern suche ich nach Orten, an denen sich etwas Tiefes verbirgt:
ein Riss im Sichtbaren, ein Echo von Trost, eine Andeutung von Sinn.
Das Buch Hiob hat mich besonders berührt: Es ist schonungslos ehrlich im Schmerz, aber auch radikal offen für eine Weisheit, die jenseits menschlicher Kontrolle liegt. In den Tierbildern, die Gott am Ende Hiob zeigt, liegt eine Poesie, die mich bewegt – nicht als Antwort, sondern als Einladung zum Vertrauen.
Die dargestellten Tiere, Strauß, Rabe und Wildesel, sind keine Heldengestalten. Sie sind verletzlich, übersehen, unverfügbar. Gerade darin spiegeln sie für mich etwas vom Wesen Gottes: Er schützt das Kleine, vergisst nicht das Verlorene, und zähmt nicht das Wilde.
Ich male nicht, um zu erklären. Ich male, um einen Raum zu öffnen:
für Fragen, für Ahnungen, für stille himmlische Gegenwart.
Wenn Du tiefer gehen möchtest und die Geschichten, Hintergründe und die leisen Fragen hinter den Bildern erkunden möchtest, findest Du in meinem Blog ausführliche Werkbeschreibungen und persönliche Reflexionen.
Kunst, die mit Dir geht - Malerei zwischen Himmel und Erde - inspiriert von Glaube, Tiefe und Poesie
Kunstatelier Michaela Dengler
In der Reute 2
72224 Ebhausen-Wenden
Telefon: 07458 7419
kontakt@michaeladengler.de
Termine auf Anfrage
- schreibe mir gerne eine E-Mail
Ein Brief für Dich - aus Farben, Worten und Gedanken. Ein inspirierender Gruß aus meinem Atelier
Jetzt eintragen und verbunden bleiben